Die Bausteine: Wortarten
GrundlagenfreiGrammatik ist das Regelwerk dafür, wie Wörter ihre Form ändern und sich zu Sätzen verbinden. Um diese Regeln zu lernen, brauchst du Namen für die Wort-Sorten — denn jede Sorte folgt eigenen Regeln. Diese Lektion definiert jede Wortart von null.
Nomen (Substantive) — Dinge und Wesen
Ein Nomen ist ein Wort für eine Person, ein Ding, einen Ort oder eine Idee: *Hund, Anna, Berlin, Freiheit*. Erkennungszeichen im Deutschen: Nomen werden immer großgeschrieben — mitten im Satz. Das ist ein besonders auffälliges Merkmal des Deutschen und hilft dir beim Lesen enorm.
Verben — Handlungen und Zustände
Ein Verb sagt, was jemand tut oder was passiert: *schlafen, gehen, sein, haben*. Verben sind die einzige Wortart, die sich nach der Zeit richtet (heute/gestern) und danach, wer handelt (ich/du/er). Die Grundform (wie im Wörterbuch) heißt Infinitiv und endet fast immer auf -en: gehen, machen, schlafen.
Adjektive — Eigenschaften
Ein Adjektiv beschreibt ein Nomen: *klein, rot, teuer, interessant*. Auf Deutsch bekommt das Adjektiv verschiedene Endungen, je nachdem, wo es steht — das ist eines der wichtigsten Themen dieses Kurses (Einheit „Adjektivendungen").
Artikel — die kleinen Wörter vor dem Nomen
Ein Artikel ist ein Begleitwort vor dem Nomen. Englisch hat zwei: *the* (bestimmt — eine bekannte Sache) und *a* (unbestimmt — irgendeine Sache). Deutsch hat dieselbe Idee, aber die Artikel ändern ihre Form: der, die, das, den, dem, des (bestimmt) und ein, eine, einen, einem… (unbestimmt). Warum so viele Formen? Der Artikel trägt im Deutschen Information über Geschlecht und Fall des Nomens — beides lernst du in den nächsten Einheiten.
Pronomen — Stellvertreter
Ein Pronomen ersetzt ein Nomen, damit man es nicht wiederholen muss: *er, sie, es, ich, du, mein, sich*. Statt „Anna schläft, weil Anna müde ist" sagt man „Anna schläft, weil sie müde ist".
Präpositionen — Verhältniswörter
Eine Präposition beschreibt eine Beziehung — meist Ort, Zeit oder Art: *in, auf, mit, nach, ohne, für*. Sie steht vor einem Nomen oder Pronomen: „mit dem Hund", „in Berlin". Wichtig fürs Deutsche: Jede Präposition erzwingt einen bestimmten Fall beim folgenden Nomen — dazu gibt es eine eigene Einheit.
Konnektoren — Satz-Verbinder
Ein Konnektor (Konjunktion) verbindet Sätze oder Satzteile: *und, aber, weil, dass, wenn, obwohl*. Im Deutschen entscheidet der Konnektor, wo das Verb steht — nach *weil* wandert es ans Satzende. Auch dafür gibt es eine eigene Einheit.
Adverbien — der Rest
Ein Adverb beschreibt, *wie, wann, wo* etwas passiert: *heute, hier, gern, sehr, leider*. Gute Nachricht: Adverbien ändern ihre Form nie. Ein Wort wie *heute* sieht immer gleich aus — keine Endungen zu lernen.
| Wortart | Antwortet auf | Beispiele |
|---|---|---|
| Nomen | Wer? Was? | Hund, Stadt, Idee |
| Verb | Was tut/geschieht? | gehen, sein, haben |
| Adjektiv | Wie ist es? | klein, rot, teuer |
| Artikel | Begleiter des Nomens | der, die, das, ein |
| Pronomen | Ersatz fürs Nomen | er, sie, mein, sich |
| Präposition | Wo? Womit? Wann? | in, mit, für, nach |
| Konnektor | verbindet Sätze | und, weil, dass, aber |
| Adverb | Wie? Wann? Wo? | heute, hier, sehr |
Im C-Test ist jedes zweite Wort halb gelöscht. Der erste Schritt bei jeder Lücke: erkennen, welche Wortart fehlt. „mi__ de__ Hund" — nach *mit* (Präposition) folgt ein Artikel: *dem*. Wer Wortarten erkennt, rät nie blind.
Im Satz „Der alte Mann liest heute eine Zeitung" — welche Wortart ist „alte"?
Welches Wort ist ein Nomen? „sie kauft brot im laden" (Großschreibung entfernt!)
Welche Wortart ändert ihre Form NIE?